Deutscher Kinderschutzbund e.V.Kreisverband Göttingen


Termine


Beratung
Offene Sprechstunde
Termine nach Absprache
Schulmüde Kinder und Jugendliche
Schullaufahneberatung
Dyskalkulie- und Legasthenieberatung
Nummer gegen Kummer (bundesweite Hotline)


Starke Eltern - starke Kinder

Vorstand
Mitgliederversammlung 2011

Impressum
Kontakt

Spendenkonten

Unsere Sponsoren:



 

Erfolgsfaktoren für Netzwerke Früher Hilfen

Impulsvortrag von Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes

Fachforum Frühe Hilfen

am 17. Mai um 14 Uhr im Ratssaal im Neuen Rathaus Göttingen

 

Kommunen und Regierungen planen häufig in Vierjahreszyklen. Eine darüber hinausgehende, langfristigere Planung, würde die Chance vergrößern, dass das 'Richtige' für Kinder und ihre Familien getan werden würde.

Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbundes, wird von seinen Erfahrungen im Bereich der Frühen Hilfen berichten. Das Fach- und Praxiswissen, das er vermitteln wird, hat er sowohl als Bürgermeister einer Kommune im Ruhrgebiet erworben und getestet, als auch als langjähriger Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes. In seiner Funktion als DKSB Präsident sind es vor allem Lobbyarbeit auf politischer Ebene, die für ihn bedeutet, dass die Rechte und Bedürfnisse von Kindern in Deutschland nicht nur mehr Beachtung finden, sondern auch, dass ihnen mehr entsprochen wird.

Als reiche Industrienation ist Deutschland nach wie vor weit davon entfernt, ein gutes Land für alle Kinder zu sein. Nach wie vor haben die finanziellen und Bildungsressourcen von Familien mit Kindern einen zu großen Einfluss darauf, welche Chancen Kinder haben. Psychische Probleme, soziale Ausgrenzung oder Wohlstandsvernachlässigung machen auch vor gut situierten Familien keinen Halt. Wer möchte, dass Kinder sich gemäß ihren Potentialen entwickeln können, hat noch viel zu tun.

Eine wesentliche Verbesserung kann und soll durch die sehr frühzeitige Unterstützung von Familien erreicht werden - sofern die Umsetzung von den landauf landab unterschiedlichen Konzepten für Frühe Hilfen gut gelingt. Mit der Änderung des Bundeskinderschutzgesetzes im Jahr 2012 wurde die Unterstützung von Familien von Anfang an, d. h. schon ab der Geburt eines Kindes bzw. ab der Schwangerschaft als Pflichtaufgabe den kommunalen Jugendämtern übertragen.

Dass dies auf ganz unterschiedliche Art und Weise umgesetzt werden kann, wird deutlich, wenn man das Konzept der Frühen Hilfen in Herrn Hilgers Heimatgemeinde Dormagen mit dem in Göttingen und anderen Kommunen vergleicht. Worin die Erfolgsfaktoren begründet sind, weshalb bspw. die Dormagener Inobhutnahmen durch deren Konzept der Frühen Hilfen gesunken sind, ebenso wie die Jugendlichenkriminalität, wird Thema des Vortrages werden.

Aus Sicht des Kinderschutzbundes ist zu hoffen, dass die Ideen in Göttingen auf fruchtbaren Boden fallen. Bereits vor einigen Jahren hat Herr Hilgers durch einen ähnlichen Vortrag die Diskussion um die Frühen Hilfen in Göttingen befruchtet.

Interessierte Göttinger Bürger sind am 17. Mai um 14 Uhr im Göttinger Rathaus zum Vortrag von Heinz Hilgers eingeladen.

 



 Unterstützung für Eltern:
„Starke Eltern - Starke Kinder“

Elternkurs des Kinderschutzbundes Göttingen

Am
 
24. Mai 2017 um 19:30 Uhr

findet im ev. Familienzentrum Landwehrhagen ein
Elternkurs statt. Der erste Termin ist gleichzeitig ein Info-Abend.
Der Kurs zeigt Wege auf, eine förderliche, gute Haltung in Ihrer Aufgabe als Eltern einzunehmen. Er lädt ein, sich auf Ihre Stärken zu besinnen und auf die Werte, die Sie an Ihre Kinder weiter geben wollen. Eltern werden im Kurs in
ihrer Erziehungsaufgabe unterstützt und entlastet. Alte Erziehungsmuster
können abgewandelt und neue Ideen übernommen werden. Sie lernen Methoden und Werkzeuge kennen, mit denen Sie sich selbst und Ihren Kindern gerecht werden können.

Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Die Kosten für
den Kurs werden vom Landkreis Göttingen übernommen. Lediglich für
Kopierarbeiten wird eine geringe Unkostenpauschale erhoben.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Land Niedersachsen und dem Landkreis Göttingen.

 

Gartenstr. 23A 34355 Staufenberg/Landwehrhagen
Telefon: 05543-3141 Fax: 05543-3141
E-Mail: Familienzentrum.Landwehrhagen@evlka.de

 

 

7.4.2017

Kinderrechte endlich ins Grundgesetz!

Die UN-Kinderrechtskonvention ist am 5. April vor 25 Jahren in Deutschland ratifiziert worden. Sie schützt Kinder ausdrücklich vor Gewalt, Willkür, Ausgrenzung und Benachteiligung und sie fordert ihre angemessene Beteiligung, Chancengleichheit und die Unterstützung ihrer Entwicklung unabhängig von ihrer Herkunft, Religion und Hautfarbe.
Eine Aufnahme ins Grundgesetz dieser Rechte wird nicht von allen Parteien unterstützt. Bundesjustizminister Heiko Maas und Familienministerin Manuela Schwesig haben anlässlich des 25. Jahrestages die Stärkung der Kinderrechte und ihre Aufnahme ins Grundgesetz gefordert.
Der Kinderschutzbund Göttingen, wie auch der Landes- und Bundesverband des Kinderschutzbundes, der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e. V., UNICEF und viele weitere Organisationen und Einzelpersonen begrüßen diesen Vorstoß von Bundesjustizminister Heiko Maas, Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.
In einer Presseerklärung des Kinderschutzbundes Niederachsen heißt es „In Niederachsen haben wir es bereits geschafft, Kinderrechte in der Landesverfassung zu verankern. Es wird Zeit, dass der Bund ebenfalls die besondere Verantwortung für Kinder in die Verfassung aufnimmt“, (Johannes Schmidt vom DKSB).
Weiter heißt es: Kinder sind eigenständige, gleichberechtigte Persönlichkeiten, welche einen Anspruch auf Individualität haben, [sie sind] keine „Rechtsobjekte“. Sie sind Träger von Grundrechten und nicht Gegenstand von Rechtsausübung. Die explizite Verankerung von Kinderrechten würde dies verdeutlichen und gleichzeitig ein positives Signal in die Gesellschaft senden.
Wenn Kinder als eigenständige Rechtsträger anerkannt werden, dann müssen ihre Rechte und Interessen verbindlich in politische und gesellschaftliche Entscheidungen einbezogen werden. Das gelte in allen Lebensbereichen vom Sozialsystem über Stadtentwicklung bis hin zu Bildung und Teilhabe.
Der Forderung nach Chancengleichheit und Anti-Diskriminierung muss in einem reichen Land wie Deutschland vor allem auch im Hinblick auf die Einkommensunterschiede der Eltern und der ungleich verteilten Ressourcen für die Kinder Nachdruck verliehen werden. In einer Gesellschaft, in der fast alles über Verträge und Gesetzt geregelt wird, muss auch für Kinder gelten, dass ihre Rechte gesetzlich verankert sind.

Kinder sind wichtig, sie sind unsere Zukunft!